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Darf ich gerne arbeiten?

Aug 03, 2026
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Von Zahlen aus Harvard und dem Krümelsammler - und was beides miteinander zu tun hat

 


Liebe {{custom_5}}

Kürzlich wurden die aktuellsten Zahlen zu den dramatisch sinkenden Geburtenraten veröffentlich und, was soll ich sagen, sie sind wirklich dramatisch und traurig: Deutschland hat heute beinahe nur noch halb so viele Geburten (2025: 1,32 Kinder je Frau) wie zur Zeit des Babybooms (1964: 2,5 Kinder je Frau). Nahezu alle westlichen Länder liegen inzwischen deutlich unter der Bestandserhaltungsgrenze von 2,1 Kindern je Frau. (Zahlen: Destatis, Reuters) - WTF!?

Deshalb beschäftigt mich derzeit umso mehr: Wie schaffen wir eine Arbeits- und Lebenswelt, in der sich Menschen nicht zwischen Familie und beruflichen Ambitionen entscheiden müssen? In der wir es als ambitionierte Frauen leicht(er) gemacht bekommen, beides unter einen Hut zu bekommen?

Da wirkt die Meldung eines vermeintlich neuen US-Trends zu mehr Ehrlichkeit im Rahmen von Vereinbarkeit geradezu erfrischend. Warum? Lies selbst unter "Was mich diese Woche bewegt"! In einer Studie der Harvard Business School habe ich zudem einige interessante Zahlen dazu gefunden - die findest Du in meinen "Fundstücken".

Außerdem teile ich mit Dir 6 kleine Helferlein, die Dir hoffentlich ein bisschen Erleichterung im Alltag bringen können! 

Schön, dass Du hier bist. Willkommen in der neuen Woche!🩷


 

Nur so viel aus AuPairadise: Nach der Sommerpause, startet im September die neue AuPairadise Class. Wenn Du das nicht verpassen möchtest, kannst Du Dich hier auf die Warteliste setzen lassen: 

Hier geht's zur Warteliste 

✨ Und wenn Du noch überlegst, ob ein AuPair für Euch überhaupt in Frage kommt – schreibe mir und lasse mich teilhaben an Deinem Für und Wider. Ich beantworte jede Nachricht persönlich.


Was mich diese Woche bewegt

„The days are long, but the years are short."

— häufig Gretchen Rubin zugeschrieben


 

Ich bin kürzlich über einen Artikel im New York Magazine gestoßen (sorry, ist wahrscheinlich hinter der Paywall, wenn er Dich interessiert, melde Dich bei mir und ich schicke Dir ein pdf!), in dem es darum ging, dass in den USA  eine neue Trend-Welle durchs Land rollt: "How much time do you really need with your kids? Some moms are done apologizing for having to go to work" titelt besagter Artikel. Und erzählt vor allem von Emma Grede, der Britischen Fashion-Unternehmerin und ihrem neuen Buch Start With Yourself. Auch wenn Frau Grede eher radikal an die Sache herangeht (hier hörst Du sie im O-Ton in einem Interview), sage ich: "Brava! Danke für diese neue erfrischende Ehrlichkeit!" 

Denn: It takes a village...! Ja, unsere Kinder brauchen uns. Sie brauchen unsere Zeit. Aber sie brauchen uns auch nicht jede Minute. Sie brauchen vor allem Echte Zeit. Ungeteilte Aufmerksamkeit, wenn es darauf ankommt. Nähe, wenn ihre Love Tanks aufgefüllt werden müssen. Und ein unsichtbares Band zu uns, das ihnen das unerschütterliche Gefühl gibt, geliebt, gesehen und versorgt zu sein.

The days are long, but the years are short. Deshalb möchte ich die Zeit, die ich mit meinen Kindern verbringe, bewusst gestalten. Nicht perfekt. Nicht rund um die Uhr. Sondern präsent. Mit gemeinsamen Abendessen, Vorlesen, Kuscheln, Gesprächen und all den kleinen Momenten, die bleiben. Liebe misst sich für mich nicht daran, jede Minute verfügbar zu sein, sondern daran, dass meine Kinder sich gesehen, geliebt und sicher fühlen – auch wenn Mama arbeitet oder beruflich unterwegs ist.

Wir müssen uns nicht schlecht fühlen, weil wir arbeiten. Kinder und Karriere zu vereinbaren ist möglich, wenn auch manchmal freaking hard - daher darf es auch ohne die perfekte Inszenierung gehen. Hilfe anzunehmen ist keine Schwäche. Im Gegenteil.

Was daher hängen bleibt bei mir ist das: Lasst uns nicht unnötig das Leben schwer machen. Lasst uns Hilfe annehmen. Lasst uns unperfekt sein - vor allem dort, wo es nicht darauf ankommt. Lasst uns, im Sinne von Emma, öfter mal mit uns selbst anfangen. Warum? Damit es sich wieder leichter und erstrebenswerter anfühlt, Kinder zu haben. Damit sich unser schönes Land wieder mit mehr Kinderwagen statt Rollatoren füllt. Damit wir wieder mehr Kinderlachen statt Gezeter hören. Und damit unsere Kinder in einer neuen Generation von Babyboomern aufwachsen.💛

 

 


Schöner arbeiten, schöner leben

 

6 Dinge, die uns den Alltag zuhause leichter machen

Weil wir es alle schon an manchem Alltag schwer genug haben, möchte ich hier gerne meine 6 kleinen, nicht-elektronischen Helferlein teilen, die sich bei uns zuhause sehr bewährt haben (keine Werbung, habe Dir einfach Beispiele herausgesucht, die meinen eigenen am nächsten kommen, andere Varianten tun's auch!). Kleine Dinge - große Wirkung. Nicht, dass die perfekte Küchenhilfe unser Leben verändert. Aber viele kleine Erleichterungen zusammen können erstaunlich viel mentale Energie freisetzen! 

 
Sahnesprühflasche

Seit wir eine Sahnesprühflasche haben, gibt es bei uns viel öfter spontan frische Schlagsahne – zu Erdbeeren, Waffeln oder heißem Kakao. Einmal befüllt hält sie sich mehrere Tage im Kühlschrank und spart jedes Mal das Aufschlagen. 

 
Zwiebelschneider

Zwiebeln schneiden gehört für mich zu den Aufgaben, die ich gerne möglichst schnell hinter mich bringe. Ein guter Zwiebelschneider spart Zeit, Tränen und sorgt dafür, dass auch größere Mengen in wenigen Sekunden erledigt sind.

 
Krümelsammler

Eine dieser Anschaffungen, bei denen ich erst dachte: So ein spießiges Teil braucht kein Mensch. Heute möchte ich ihn nicht mehr missen, meinen Krümelsammler. Nach jedem Frühstück einmal kurz über den Tisch – und die Krümel sind weg, ohne dass der große Staubsauger zum Einsatz kommt.

 
Faltbare Wäschekörbe

Sie stehen nicht ständig im Weg, lassen sich platzsparend verstauen und sind trotzdem immer griffbereit. Gerade in einem Familienhaushalt, in dem ständig irgendwo Wäsche anfällt oder Zeug einfach durch die Wohnung transportiert werden möchte, sind faltbare Wäschekörbe ein kleines Detail mit großer Wirkung.

 
Whiteboardfolie

Für mich einer der unterschätztesten Organisationshelfer überhaupt. Einfach auf einen Schrank, eine Tür oder eine Wand kleben – und schon hast Du Platz für Einkaufslisten, Essenspläne, Wochenziele oder Familienorganisation, ohne gleich ein großes Whiteboard aufhängen zu müssen. Alternativ kann man sie auch auf ein großes Brett oder direkt die Wand im Kinderzimmer kleben und schon haben die Kinder eine tolle Tafel für viel kreative Freude!

 
Adressstempel

Klingt unspektakulär, spart aber erstaunlich viel Zeit. Ob Weihnachtskarten, Rücksendungen, Einladungen oder Briefe – einmal stempeln statt jedes Mal die komplette Adresse schreiben. Gerade wenn man häufiger Post verschickt, möchte man ihn nicht mehr missen. Dafür gibt's viele Anbieter, die ihn Dir personalisieren. 

 

 


Evi's Fundstücke
 
Auf meinem Schreibtisch: Eine Studie, die mich nicht loslässt

Nach dem Artikel über Emma Grede habe ich ein wenig weitergeforscht und bin auf eine Studie von Kathleen McGinn an der Harvard Business School gestoßen. Sie bestätigt, dass wir gerne mutig zu unserer Karriere stehen dürfen und beantwortet die Frage: Was lernen unsere Kinder eigentlich von dem, was wir ihnen vorleben?

Die Forscher:innen haben Daten von rund 50.000 Erwachsenen aus 25 Ländern ausgewertet und untersucht, wie sich die Berufstätigkeit von Müttern auf das spätere Leben ihrer Kinder auswirkt.

Das Ergebnis ist ermutigend, denn:

Töchter von berufstätigen Müttern

  • übernehmen später häufiger Führungsverantwortung,

  • arbeiten häufiger in bezahlter Beschäftigung,

  • und verdienen im Durchschnitt mehr.

In den USA beispielsweise hatten 33 % der Töchter berufstätiger Mütter später selbst eine Führungsposition – verglichen mit 25 % der Töchter von Müttern, die nicht erwerbstätig waren. Das entspricht einem Unterschied von rund 32 %.

Über alle untersuchten Länder hinweg verdienten Töchter berufstätiger Mütter im Durchschnitt etwa 6 % mehr.

 

Söhne von berufstätigen Müttern
zeigten einen anderen, aber genauso wichtigen Effekt: Sie übernahmen später mehr Verantwortung zuhause. Sie beteiligten sich häufiger an Hausarbeit und Kinderbetreuung und hatten egalitärere Vorstellungen davon, wie Familien- und Erwerbsarbeit verteilt werden können.

Und nun der springende Punkt: Die Studie fand keinen Hinweis darauf, dass Kinder berufstätiger Mütter unglücklicher sind. Die Lebenszufriedenheit im Erwachsenenalter unterschied sich nicht negativ.

Unsere Kinder lernen also nicht nur aus dem, was wir ihnen sagen. Sie lernen aus dem, was sie jeden Tag beobachten.

Sie sehen eine Mutter, die Verantwortung übernimmt. Eine Mutter, die ihre Fähigkeiten nutzt. Eine Mutter, die arbeitet, liebt, organisiert, Fehler macht, wächst und immer wieder neu balanciert.

Achtung: Für mich heißt das nicht, dass jede Mutter arbeiten muss. Jede Familie darf ihren eigenen Weg finden. Aber es ist eine wunderschöne Erinnerung daran: Unsere Ambitionen nehmen unseren Kindern nichts weg. Im Gegenteil – sie können ihnen zeigen, was möglich ist! 🩷💛

 

Quelle: McGinn, K. L., Ruiz Castro, M. & Long Lingo, E. (2019). Learning from Mum: Cross-National Evidence Linking Maternal Employment and Adult Children’s Outcomes. Work, Employment and Society, 33(3), 374–400.

 


Bis nächste Woche in Evi's World! - Danke, dass Du hier bist. 

Du bist großartig.

Und Du bist hier genau richtig.

 

Gründerin Evi Meyer’s World

 

 

 

 

 

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