Kinder im Lebenslauf - ja oder nein?
Was Studien über Mütter im Bewerbungsprozess zeigen. Und: Herbstrezepte, Podcast-Tipp und mein Notizbuch fürs neue Jahr

Liebe:r {{custom_5}},
die Herbstferien in Hessen sind vorbei, und wir sind zurück, back to business. Hinter uns liegen wunderschöne Ferientage im Schwarzwald mit viel Zeit als Familie. Auf Instagram habt Ihr nichts zu sehen bekommen von mir in diesen Tagen - ich war einfach mal offline, habe mich abwechselnd an meinen Kindern, an der Natur und an gutem Essen erfreut. Und ganz viel Kraft getankt für das bevorstehende letzte Quartal in diesem Jahr.
Zurück an meinem Schreibtisch habe ich über eine Zeile nachgedacht, die ich vor zwei Wochen gelöscht habe. "Mutter von vier" stand in meinem LinkedIn-Profil, dazu vier Kinder-Emojis. Beides habe ich erst mal entfernt, nachdem ich von einer Studie gelesen hatte, wie Mütter im Bewerbungsprozess abschneiden. Nun überlege ich aber, die Zeile wieder hineinzuschreiben, was soll's!
Wenn Du Dich selbst schon gefragt hast, ob Du Deine Kinder auf LinkedIn oder in einer Bewerbung erwähnen sollst oder nicht, ist diese Ausgabe für Dich.
Heute nehme ich Dich mit hinter meine Kulissen, in das, was Studien tatsächlich über Mütter im Bewerbungsprozess zeigen, in meine liebsten Herbstrezepte und in ein paar Fundstücke für die dunkler werdenden Tage.
Willkommen in der neuen Woche - schön, dass Du hier bist!🩷


Diese Rubrik hat einen neuen Namen. Bisher hieß sie "Neues aus AuPairadise". Künftig nehme ich Dich hier mit hinter die Kulissen von allem, was ich baue, um Dir im Alltag etwas abzunehmen. AuPairadise bleibt, und bald kommt etwas Neues dazu. Es wird darum gehen, wie Du Dir selbst Zeit ersparen kannst. Psst... mehr verrate ich noch nicht.
Worüber ich diese Woche nachdenke
„I'm sorry to all the mothers I used to work with."
– Katharine Zaleski, Mitgründerin von PowerToFly, im Magazin Fortune
Katharine Zaleski hat 2014 PowerToFly mitgegründet, eine US-Jobplattform, die als Plattform nur für Frauen startete und gerade Müttern flexible Stellen und Jobs im Homeoffice vermittelte. Den Satz oben schrieb sie ein Jahr, nachdem sie selbst Mutter geworden war. Zuvor, so berichtete sie, hatte sie Mütter in ihrem beruflichen Umfeld abgewertet: Sie hielt sie für weniger flexibel, weniger engagiert und weniger verfügbar.
Leider war das mehr als eine persönliche Beichte. Die Soziologin Shelley Correll und ihr Team zeigten bereits 2007, dass Mütter bei identischen Qualifikationen als weniger kompetent bewertet wurden, niedrigere Gehälter angeboten bekamen und deutlich weniger Rückrufe erhielten als kinderlose Frauen. Väter wurden in der Studie nicht benachteiligt.
Für uns im deutschsprachigen Raum zeichnet eine Studie von Becker, Fernandes und Weichselbaumer ein differenzierteres Bild (veröffentlicht 2019). In rund 9.000 fingierten Bewerbungen zeigten sich Nachteile für bestimmte Gruppen von Frauen bei Teilzeitstellen. Bei Vollzeitstellen fanden die Forschenden dagegen keine Unterschiede nach Familienstand oder Kindern – möglicherweise, weil eine Vollzeitbewerbung eine geregelte Betreuung signalisiert.
Das ist eine wichtige Nuance, aber keine Entwarnung. Die Studie sagt nicht, dass Mütter bei Vollzeit- oder Führungsstellen grundsätzlich nicht benachteiligt werden. Sie zeigt nur: In diesem konkreten Bewerbungsfeld ließ sich kein Unterschied nachweisen.
Was also machen wir nun mit diesen Zahlen?
Für das Erwähnen spricht: die Kinder gehören zu Dir und Deinem Leben und ein Arbeitgeber, der Mütter aussortiert, wäre vermutlich ohnehin kein guter Ort für Dich.
Dagegen spricht, dass Dich in der ersten Sichtung noch niemand kennt und jeglicher Kontext fehlt. Aus „Mutter von X Kindern“ können vorschnelle Annahmen über Deine Verfügbarkeit und Belastbarkeit entstehen. Du musst Deine Kinder also nicht verschweigen, musst sie aber auch nicht ungefragt zur wichtigsten beruflichen Information über Dich machen.
Was mich angeht: Ich lasse die Information erst mal draußen. Trotz hilft mir hier auch nicht weiter. Was aber nicht heißt, dass ich meine Kinder verschweige (die Zeit wird kommen...) oder mich als Mutter degradiere. Dafür ist das, was wir täglich wuppen, viel zu wichtig!🩷

In Evi's Welt gut gelöst
Zwei Rezepte gehören bei uns zum Herbst: meine Kürbissuppe und unsere Winzertorte mit langer Familientradition. Und weil ich vom Rhein komme, wo der Riesling wächst und wo gerade Federweißer-Zeit ist, darf auch der Zwiebelkuchen nicht fehlen.
HIer findest Du alle Rezeptkarten zum Anklicken:
1. Leckere und einfach Kürbissuppe
2. Winzertorte aus meinem Heimatdorf
3. Zwiebelkuchen mit Federweißer
Viel Spaß mit diesen tollen Herbst-Köstlichkeiten auf dem Teller!
Evi's Fundstücke
🎵 Auf meinen Ohren: "BigDeal" mit Codie Sanchez. Ein englischsprachiger Podcast für Unternehmerinnen und Investorinnen, sehr businessorientiert. Auch wenn Du keine Unternehmerin bzw. Gründerin bist, kannst Du von der toughen Podcast-Host ganz viel lernen. Viele Folgen sind kurz, etwa 15 bis 30 Minuten, die Interviews dauern länger.
🍽️ Auf meinem Teller: Passend zu meiner leckeren Kürbissuppe, kommt hier auch noch die wissenschaftliche Validierung, warum Kürbiskerne, Walnüsse & Co. auf der Suppe vor allem am Abend eine gute Idee sind: Das US-Magazin Parade hat zwei Kardiologen und eine auf Herzgesundheit spezialisierte Ernährungsberaterin gefragt, wie das beste Abendessen fürs Herz aussieht. Alle drei gaben dieselbe Antwort: Ballaststoffe zuerst. Die Hälfte des Tellers soll aus Gemüse, Hülsenfrüchten oder Vollkorn bestehen, dazu gute Fette und hochwertiges Eiweiß. Magnesium und Kalium kommen bei so einem Teller fast von selbst mit, Magnesium zum Beispiel über Blattgemüse und Kürbiskerne. Ein Topping, das mehr kann, als gut auszusehen!
📓 Auf meinem Schreibtisch: Es ist bald schon wieder Zeit, ein neues Notizbuch für das nächste Jahr zu kaufen. Wie Du vielleicht weißt, bin ich Bullet-Journal-Fan, wofür ich am liebsten das Notizbuch von Leuchtturm1917 nehme. Die "Bullet Journal Edition" haben sie zusammen mit Ryder Carroll entwickelt, dem Erfinder der Methode.

Bis nächste Woche in Evi's World! Danke, dass Du hier bist.
Du bist großartig.
Und Du bist hier genau richtig.

Gründerin Evi Meyer's World
Schön ambitioniert.
💼 Corporate Working Mom, die anderen Frauen Mut machen möchte, ihre Ziele und Träume weiter zu verfolgen.
🏡 Denkt zuhause anders, um selbst Zeit für genau diese Ziele und Träume zu haben.
🎤 Founder von Evi Meyer's World: Erfahrungen und Hacks rund um Vereinbarkeit, Reflexionen zu Leadership und Lust auf die schönen Dinge des Lebens.
👨👩👧👦 Mama von zwei Mädchen und zwei Jungs.
🤓 Introvertierte Nerd, die sich Systeme und KI-Workflows baut, damit mehr Zeit für die schönen Dinge bleibt.
👟 Passionierte Läuferin und forever Pferdemädchen.
🍰 Backt aus ein paar einfachen Zutaten köstliche Dinge, die alle ihre Liebsten zusammenbringen.
⬇️ Mehr davon [🔗 AuPairadise] [📸 Instagram]
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